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Terrorserie in Saudi-Arabien: Mehrere Tote bei Anschlag in Medina

Am zweitwichtigsten Heiligtum des Islam hat sich ein Selbstmordattentäter in die Luft gesprengt. Bei dem Anschlag nahe der Prophetenmoschee in Medina wurden nach Medienberichten zwei Sicherheitskräfte getötet.

Eine Serie von Selbstmordanschlägen erschüttert Saudi-Arabien. Nach der Attacke eines Selbstmordattentäters in der Nähe des US-Konsulats in der Hafenstadt Dschidda hat sich nach Berichten des Fernsehsenders al-Arabiya ein weiterer Mann nahe der Prophetenmoschee in Medina in die Luft gesprengt. Dabei seien außer dem Attentäter selbst auch zwei Sicherheitskräfte ums Leben gekommen. Die Moschee ist das zweitwichtigste Heiligtum im Islam.

Der Angreifer zündete seinen Sprengsatz nahe dem Hauptquartier der Sicherheitskräfte der Moschee, wie al-Arabiya berichtete. Die beiden getöteten Sicherheitskräfte hätten sich gerade beim Fastenbrechen befunden. Noch hat sich niemand zur Tat bekannt.

Fast zeitgleich gab es auch in der im Osten Saudi-Arabiens gelegenen, mehrheitlich von Schiiten bewohnten Stadt Katif einen Selbstmordanschlag. Dort starb nur der Attentäter. Zeugen zufolge hatte es zwei Explosionen gegeben. Demnach wurde bei einer ersten Detonation ein Auto zerstört, das vor der Moschee geparkt hatte. Kurz darauf habe sich eine weitere Explosion ereignet.

In Dschidda war am amerikanischen Unabhängigkeitstag offenbar das US-Konsulat Ziel des Anschlags. Dem Staatsfernsehen zufolge wurden zwei Polizisten leicht verletzt. Das Konsulat teilte mit, kein Mitarbeiter sei verletzt. Wer hinter der Tat stand, war zunächst unklar. Der Attentäter habe sein Auto beim Konsulat geparkt und wenig später den Sprengsatz gezündet, meldete der staatliche Sender. Ein Augenzeuge berichtete von drei weiteren Explosionen.

In den vergangenen beiden Jahren gab es in dem sunnitischen Königreich immer wieder Gewalttaten gegen Sicherheitsbeamte und gegen die schiitische Minderheit, zu denen sich die Terrormiliz “Islamischer Staat” (IS) bekannte. IS-Chef Abu Bakr al-Bagdadi hat das saudische Königshaus wiederholt der Tyrannei und des Abfalls vom Glauben bezichtigt und die Bürger aufgefordert, sich gegen die Herrscher aufzulehnen.

asa/Reuters/dpa/AP

سمير يوسف

أول صحفى فى النمسا منذ سنة 1970 عمل فى الصحافة وعمره 18 سنة فى جريدة الجمهورية والمساء وحريتى ثم الجرائد الألمانية دير إشبيجل وفى النمسا جريدة الإخو تسليتومج لمدة عشرون عاما وفى سنة 1991 اصدر اول صحيفة باللغة العربية والألمانية وهى جريدة الوطن لمدة 11 سنة ، عمل مراسل جريدة الجمهورية والمساء فى النمسا لمدة 31 سنة.

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