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Saudi-Arabien exekutiert 47 Menschen an einem Tag

Die Urteile erfolgten wegen Terrorismus, krimineller Verschwörung und Anstiftung zu Gewalt: Saudi-Arabiens Henker haben an diesem Samstag 47 Menschen hingerichtet – darunter einen prominenten schiitischen Geistlichen.

Saudi-Arabien hat an diesem Samstag 47 Menschen exekutiert, die offiziell wegen Terrorismus, Anstiftung zu Gewalt und krimineller Verschwörung verurteilt worden waren. Zu den Hingerichteten zählt der prominente schiitische Geistliche Scheich Nimr al-Nimr , wie das Innenministerium mitteilte. Nimr hatte zu den Anführern der Schiiten-Proteste im Osten des Königreichs gehört, die im Zuge des Arabischen Frühlings 2011 ausgebrochen waren. Zudem wurden auch mehrere Sunniten hingerichtet, die als Mitglieder des Terrornetzwerks al-Qaida in den Jahren 2003 und 2004 tödliche Anschläge im Königreich verübt hatten.

Das Innenministerium teilte weiter mit, die Hingerichteten seien wegen Mitgliedschaft in “terroristischen Organisationen” und der Ausführung “krimineller Verschwörungen” verurteilt worden und hätten einer radikalen Strömung des Islamismus angehört. Bis auf einen Ägypter und einen Tschader waren alle Saudi-Araber. Nicht auf der Liste war Nimrs ebenfalls zum Tode verurteilter Neffe, der zur Zeit seiner Festnahme während der Proteste erst 17 Jahre alt war. 

Nimr war ein entschiedener Gegner des sunnitischen Königshauses in Riad. Er hatte während der Proteste 2011 die Abspaltung der mehrheitlich schiitischen Regionen Katif und al-Ihsaa im Osten des Landes befürwortet. Vor einem Jahr wurde er wegen Aufwiegelung, Ungehorsams und Waffenbesitzes von einem Sondertribunal zum Tode verurteilt. Ende Oktober wurde das Todesurteil vom Obersten Gerichtshof Saudi-Arabiens bestätigt. 

So viele Exekutionen wie seit 20 Jahren nicht mehr  

Iran, das sich als Schutzmacht der Schiiten sieht, warnte die Regierung in Riad daraufhin vor der Hinrichtung Nimrs. Sollte das Todesurteil gegen den Geistlichen vollstreckt werden, werde Saudi-Arabien einen “hohen Preis zahlen”, sagte der iranische Vizeaußenminister. Die meisten der rund zwei Millionen saudi-arabischen Schiiten leben im Osten des Landes. Die schiitische Minderheit klagt seit Langem über religiöse und soziale Diskriminierung durch das wahhabitische Herrscherhaus.

der spiegel

سمير يوسف

أول صحفى فى النمسا منذ سنة 1970 عمل فى الصحافة وعمره 18 سنة فى جريدة الجمهورية والمساء وحريتى ثم الجرائد الألمانية دير إشبيجل وفى النمسا جريدة الإخو تسليتومج لمدة عشرون عاما وفى سنة 1991 اصدر اول صحيفة باللغة العربية والألمانية وهى جريدة الوطن لمدة 11 سنة ، عمل مراسل جريدة الجمهورية والمساء فى النمسا لمدة 31 سنة.

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